Wortrausch.Songtexte

Die heißesten Hits unserer neusten Platte analphabetisch sortiert:

Der Reisebus

Du hast voll Reiselust! Das trifft sich wirklich gut: Ich bin ein Reisebus.
Und habe sogar ein Klo an Bord, falls du mal sch***** musst.
Ich bin schon überall rumgekommen,
doch werde älter und würde lieber mal runterkommen.
Ich bin es leid, das wenige Schlafen
auf ewigen Fahrten an verregneten Tagen.
Das kriegt man doch Infekte bei der Nässe.
Außerdem fliegen mir dauernd Insekten in die Fresse!

Der Busfahrer trifft für mich die Entscheidungen.
Ich leide wegen ihm an Müdigkeitserscheinungen.

Ein Reisebus fährt durch die Nacht und versinkt im Selbstmitleid.
Und er wünscht, er wär‘ ein Airbus, denn ein Airbus kann fliegen und ist frei!

Ich bin so etwas wie ein Sklave für die Menschenmassen.
Ich muss mich ständig vom Busfahrer hier lenken lassen.
Ich habe keine Lust auf diesen Leistungsdruck.
Tausend Taschen: Ich glaub‘, ich krieg‘ nen Leistenbruch.
Ich bin dem Druck gar nicht gewachsen.
Mir sitzt nicht der Schalk, sondern der Busfahrer im Nacken.
Der macht das Radio an, ich brenne langsam durch!
Ich bin ein Rocker und was läuft? Antenne Brandenburg!

Der Busfahrer trifft für mich die Entscheidungen.
Ich leide wegen ihm an Müdigkeitserscheinungen.

Ein Reisebus fährt durch die Nacht und versinkt im Selbstmitleid.

Und er wünscht, er wär‘ ein Airbus, denn ein Airbus kann fliegen und ist frei!

Wir halten schon das dritte Mal vorm Schloss an.
Bin unterwegs als Touristenbus in Potsdam.
Ist ja ganz schön so ’n Gebäude,
Doch sag mal, gibt es hier auch Ateliers und Proberäume?
Das Publikum steht ein paar Minuten rum.
Mir fehlt’s hier eindeutig an Leben in der Bude und:
Wo sind die Draufgänger? Wo sind die Traumtänzer?
Es ist Potsdam – eine Stadt im Schaufenster!

Der Busfahrer trifft für mich die Entscheidungen.
Ich leide wegen ihm an Müdigkeitserscheinungen.

Ein Reisebus fährt durch die Nacht und versinkt im Selbstmitleid.
Und er wünscht, er wär‘ ein Airbus, denn ein Airbus kann fliegen und ist frei!
Ein Airbus fliegt durch die Nacht und beobachtet die Sterne
Und er wünscht er wär‘ ein Reisebus, denn der sieht die Dinge nicht nur aus der Ferne.

Des Kaisers neue Kleider

Was ich will, werd‘ ich mir einfach nehmen.
Zeiten kommen und Zeiten gehen.
Es gibt Leute, die meine Kleider nähen.
Doch davon kann mich keiner sehen.
Geh‘ zum Supermarkt auf Wanderschaft.
Winke in die Kamera, grüße meine Nachbarschaft.
Bin im ersten Stock ein Häuptling.
Wenn meine Frau ein Kind gebärt, seh‘ ich zum ersten Mal ein Säugling.
Doch: Ich werd‘ mir Informationen aus dem Internet holen,
denn die sind ja empfohlen.
Ich werd‘ die Kindheit dann so, wie die Werbung empfiehlt, ganz auf Sicherheit polen.
Du kannst in drei Sekunden mein Profil erkunden.
Wir fühlen uns nicht, doch wir sind verbunden.
Dann lade ich Fotos hoch, damit meinen Nachwuchs jeder sehen kann.
Es ist 2020: Wer im Glashaus sitzt, braucht WLAN.

R:
So steht er da, mit seinem nackten Bauch im Wind.
So steht er da und sein Bauchnabel beginnt zu singen.
Ihr könnt mich sehen! Wir können Dich sehen!
Sagt ihm die nackte Wahrheit ins Gesicht!
Ihr könnt mich sehen! Wir können Dich sehen!
Hört auf so zu tun, als tätet Ihr es nicht!

Ein Schritt reicht,
mit Leichtigkeit in mein eigenes Reich.
Ich mach die Tür auf und steige ein.
Setz‘ mich hin und fühl mich einfach geil.
Bin durch die stimmige Inszenierung
stets der King in meiner Siedlung.

Dreh das Radio laut und fahr‘ hinaus
in die Individualisierung.
In der Digitalisierung spür‘ ich keinerlei Verantwortung.
Ich hol‘ das Handy raus und sende meinen Standortpunkt.
Wechsel ständig das Gefühl und den Ort.
Bin immer erreichbar und erfüll‘ mir jedes Bedürfnis sofort.
Zuhause auf der Couch lass‘ ich die Korken für die Filme knallen.
Alles digital, lass‘ die Hüllen fallen.
Filmsequenzen zur Ansicht, mit Classics auf Anklick.
Was ist FSK 18? Das ist FKK 20.

R: So steht er da, mit seinem nackten Bauch im Wind.
So steht er da und sein Bauchnabel beginnt zu singen.
Ihr könnt mich sehen! Wir können Dich sehen!
Sagt ihm die nackte Wahrheit ins Gesicht!
Ihr könnt mich sehen! Wir können Dich sehen!
Hört auf so zu tun, als tätet Ihr es nicht!

2ter Teil Refrain
Mach‘ Dich nackig! Willst Du Arbeit, Wohnungsgeld oder Hartz 4.
Zieh‘ Dich warm an! Willst Du in der Welt da draußen nicht erfrieren.
Mach‘ Dich nackig! Willst Du Arbeit, Wohnungsgeld oder Hartz 4.
Zieh‘ Dich warm an! Willst Du in der Welt da draußen nicht verlieren.

Unverstanden fühlst Du Dich, wenn die Frau vom Amt mit Dir spricht.
Undankbar bist Du, wenn Du den miesen Zeitarbeiterjob nicht nimmst.
Such‘ Dir aus, was willst Du sein: unterbezahlt oder unverschämt.
Stunden vergehen. Während in Dir die blasse Leere gähnt.

Refrain
Mach‘ Dich nackig! Willst Du Arbeit, Wohnungsgeld oder Hartz 4.
Zieh‘ Dich warm an! Willst Du in der Welt da draußen nicht erfrieren.
Mach‘ Dich nackig! Willst Du Arbeit, Wohnungsgeld oder Hartz 4.
Zieh‘ Dich warm an! Willst Du in der Welt da draußen nicht verlieren.

Strophe
Unversichert auf der Straße, Ungeziefer in den Haaren.
Ein gutes Leben unerreichbar. Untergang ist unvermeidbar.
Wo ist die Zeit geblieben?
Fragst Du Dich und Du bleibst ohne Unterlage auf der Parkbank liegen.

Unterwürfig, unterste Stufe.
Unterpersönlich, unter der Lupe.
Unterschreib, was man Dir unterbreitet.
Involviert, aber unbeteiligt.
Stress ist für uns unvermeidbar.
Wir sind unentspannt, doch nie unerreichbar.
So kann man noch unbeschwert verbrauchen.
Wer will sich denn schon unter Wert verkaufen?
Unser Fortschritt ist unaufhaltsam.
Unsere Umwelt ist unterhaltsam.
Namen sind das, was uns unterscheidet.
Nur Unwetter treffen uns noch unvorbereitet.
Uninformiert, uninteressiert.
Es wird unübersichtlich unter dem Wir.
Zücke deine Unterlagen!
Hinter dem Bewusstsein liegt das Un begraben.

Refrain
Mach‘ Dich nackig! Willst Du Arbeit, Wohnungsgeld oder Hartz 4.

Zieh‘ Dich warm an! Willst Du in der Welt da draußen nicht erfrieren.
Mach‘ Dich nackig! Willst Du Arbeit, Wohnungsgeld oder Hartz 4.
Zieh‘ Dich warm an! Willst Du in der Welt da draußen nicht verlieren.

Ungeliebt, unterschätzt, Unterlagen unterschrieben.
Hinter Fenstern ohne Gardinen bleiben aussortierte Menschen liegen.

Refrain
Mach‘ Dich nackig! Willst Du Arbeit, Wohnungsgeld oder Hartz 4.
Zieh‘ Dich warm an! Willst Du in der Welt da draußen nicht erfrieren.
Mach‘ Dich nackig! Willst Du Arbeit, Wohnungsgeld oder Hartz 4.
Zieh‘ Dich warm an! Willst Du in der Welt da draußen nicht verlieren.

Dinkelkeks

Die Eltern von Gretel und Hans verbannten Süßigkeiten ganz und gar keine Leckereien im Haus.
Es gab nur Dinkelkeks.
Ich hab Bock auf Schokoriegel, Grießbrei, Gummibären, Saft.
Honig, Marmelade, Nutella-Toast.
Kein Bock auf Dinkelkeks!
Hans und Gretel bekommen von ihrer Mutter Plätzchen
Aus Dinkel, ihr Leben ist kein Zuckerschlecken.
Das muss man sich mal vorstellen: Es gibt Ingwertee!
Und Dinkelkeks… Bööhrr.
Drum brechen sie zur Hexensuche auf.
Genau die mit dem Pfefferkuchenhaus.
Sie gehen auf ihre Facebookseite drauf.
Und sie suchen in Erwartung die Adresse von ihr raus.

R:
Voll motiviert geht es durch den Wald.
Dank Outdoor-Kleidung wird den beiden nicht kalt.
Voll motiviert geht es durch den Wald.
Immer das Ziel vor Augen und laut erhallt ihr Lied.

Jeder kennt die Hexe, sie ist ein YouTube-Star.
Die Kinder lieben sie, denn sie hat immer Nougat da.
Das macht sie so im Internet publik,
doch verkauft den Eltern Ware ihrer Dinkelkeksfabrik.
Kleine Kinder kommen ihr dann zugelaufen.
Weil sie meinen, dass sie Zucker aus ihrem Kuchen brauchen.
Ihr kennt die Hexe, sie hat nicht so gute Augen.
Drum kann es passieren, dass selbst ihr mal Fehler unterlaufen.
Beim Backen ihres Häuschens hat die alte Hexe
Den süßen leckeren Zucker mit dem Salz verwechselt.

Die Kinder sind nun da und wollen anbeißen.
Gretel nimmt den ersten großen Bissen und ruft „Man, scheiße!“
Sie wollen sich von der Waldlichtung entfern‘.
Denn das Pfefferkuchenhaus, es schmeckt so salzig wie das Meer.
Sie wollen fort! Sie müssen trinken gehen.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann essen sie noch heute lecker… Dinkelkeks!

R:
Voll motiviert geht es durch den Wald.
Dank Outdoor-Kleidung wird den beiden nicht kalt.
Voll motiviert geht es durch den Wald.
Immer das Ziel vor Augen und laut erhallt ihr Lied.

Etwas Großes

Wir – Wollten nie Statisten sein, so nebenbei im Hintergrund.
Wir – Dachten unser Leben sollte ein Leben sein im Mittelpunkt.
Wir – Wollten ohne Übung gleich den höchsten Berg besteigen.
Wir – Dachten uns, wie soll man sonst auch nach den Sternen greifen.
Wir – Wollten in allen Ländern auf den höchsten Bühnen stehen.
Wir – Damit die Menschen dieser Erde uns nicht übersehen.
Wir – Immer nach vorne, immer nach oben, immer gerade aus.
Wir – In einem Moment der Ruhe tauchten plötzlich Fragen auf.

Refrain

Wir wollten immer etwas Großes sein und ich frage mich: Wir haben wir uns so verschätzt?
Wir wollten immer etwas Großes sein. Doch ich fühlte mich noch nie so groß wie jetzt.
Und wir liegen einfach da, machen eigentlich nichts und lassen die Zeit verstreichen.
Und ich fühle mich wie im Traum, spüre nur noch Glück. Der Moment sucht seinesgleichen.

Wir – Wollten immer Highlights setzen, sogar auf privaten Fotos.
Wir – Wollten nie die zweite Geige, sondern das Gitarrensolo.
Wir – Wollten über allem schweben auf Wolke Sieben.
Wir – Wollten in jedem Film die Hauptrolle spielen.
Wir – Waren immer in Action und ich dachte wir wären eingespielt.
Wir – Machen jetzt gar nichts, ich habe mich noch nie so frei gefühlt.
Wir – Ich brauche keinen zelebrierten Liveauftritt.
Wir – Reicht der Fakt aus, dass du stets an meiner Seite bist.

Friederike Berg

Ich bin nicht motiviert, hab‘ keinen Bock rauszugehen.
Mir reicht’s vollkommen, aus dem zweiten Stock rauszusehen.
Scheiß Wetter, schwarze Wolken!
Ich habe tausende Träume, die mich vom Schlaf bis in den Park verfolgen.

Ich halte meinen Hund mit dem Po zum Fenster raus.
Will niemanden sehen, mein Gesicht sagt nichts aus.
Seit Monaten nicht abgewaschen –
Das gilt für mein Geschirr, wie für den Körper, von Kopf bis zu den Latschen!

Die Stimmung hat ‘nen negativen Wert.
Ich gebe zu, diese Lebenskrise schmerzt.
Und damit ich nicht noch depressiver werd‘,
geh‘ ich jede Woche dreimal zu Friederike Berg!

Sie ist meine Psychologin: Friederike Berg!
Sie befreit mich von den Drogen: Friederike Berg!
Ab hier geht es steil nach oben: Friederike Berg!
Meine Psychologin: Friederike Yeah!

Ich schnapp‘ meine Hundeleine und geh‘ raus.
Und komme nicht allein wieder nach Haus.
Ich hab‘ jemanden kennengelernt bei der Gruppentherapie…

Ich hab‘ jetzt Lust und Energie und ich lade meine Freunde ein.
Wir schließen die Türen ab, lassen keine Träume rein.
Dank Frau Berg fühl‘ ich mich in der Nacht wohl.
Und bestell‘ mir jetzt schon Pizza – zum Abholen!

Die Stimmung hat ‘nen negativen Wert.

Ich gebe zu, diese Lebenskrise schmerzt.
Und damit ich nicht noch depressiver werd‘,
geh‘ ich jede Woche dreimal zu Friederike Berg!

Sie ist meine Psychologin: Friederike Berg!
Sie befreit mich von den Drogen: Friederike Berg!
Ab hier geht es steil nach oben: Friederike Berg!
Meine Psychologin: Friederike Yeah!

Wer hört mir zu, auch wenn ich schweige? Friederike Berg!
Beim wem spiel‘ ich die erste Geige? Friederike Berg!
Und wer lässt mich nie alleine? Friederike Berg!
Selbst in schlechten Zeiten? …

Die Stimmung hat ‘nen negativen Wert.
Ich gebe zu, diese Lebenskrise schmerzt.
Und damit ich nicht noch depressiver werd‘,
geh‘ ich jede Woche dreimal zu… Yeah!

Gartenzwergrevolution

Der Tag ist vorbei, die Sonne geht unter.
Regentropfen kommen von den Wolken herunter.
Gebell dringt durch die erschütternde Stille
Direkt in meine zitternde Hülle.
Ich bin alleine vor dem Haus zu sehen.
Man ließ mich einfach so draußen stehen.
Ein Ende ist leider nicht abzusehen, ich friere.
Während ich gedanklich Rachepläne schmiede,
kommt die Person, die mich hier positionierte.
Und meinen Tod so riskierte.
Sie ist gekommen, um nach ihrem Garten zu sehen.
Ich werde sie einfach mit dem Spaten erlegen.

Gartenzwergrevolution! Sie werden euch alle töten! Zum Beispiel dich!
Gartenzwergrevolution! Ihre Zipfelmützen werden erröten durch euer Blut.
Und wir kommen aus dem Hinterhalt! Gartenzwerge!
Und mach eure Kinder kalt! Gartenzwerge!
Dann lachen wir fies! Gartenzwerge!
Denn Rache ist süß, eure Gartenzwerge! Yeah!

Werdet Zeuge, wie eure Spezies verschwindet.
Ich habe heute spontan ein Gremium gegründet.
Wir werden zuhauf Gesetze brechen. Es gibt Tausend, die sich rächen
Dank euch mit aufgesetztem Lächeln.
Ihr habt uns einfach draußen stehen gelassen.
Was blieb und übrig, außer jeden zu hassen?
Seid bereit für den Überfall der Zwerge!
Solltet ihr uns suchen, sind wir über alle Berge.
Wir sind noch die, die eure Gärten mit Leben füllen.
Doch für euch waren wir nie mehr als nur leere Hüllen.
Es wird Zeit, dass die Untertanen kämpfen.

Herr Metal

Er geht auf die Bühne, das ist Herr Metals Ding.
Wenn er energisch singt, ist er perfekt geschminkt.
Er weiß genau, dass ihn alle Frauen lieben.
Er ist so anziehend, dass sie alles ausziehen.
Und da sein Aussehen auch sein Markenzeichen ist,
gibt er Haarstyling-Tipps, bis die Nagelpfeile bricht.
Dieser Metalhead ist ein Sexobjekt.
Geht er auf die Bühne, dann glamourt es.

Doch ist’s in ihm nicht immer so bunt.
Er hat den innigen Wunsch: ‘ne Frau, drei Kinder und Hund.
Herr Metal hat romantische Ziele,
doch er hat keine Chance auf die Liebe.

Refrain:
Herr Metal tanzt, Herr Metal rockt, Herr Metal bürstet nur Haare.
Seht wie er sich dreht, wie er sich bewegt, die Hose ist selbstgenäht.

Bei seinem Liveprogramm fängst Du zu kreischen an.
Die Hallen sind so voll wie sein Kleiderschrank.
Dann hört der Fanblock mit jedem Ton Glamrock in Perfektion.
Egal wo Du wohnst, diese Band rockt Deine Region.
Und macht er sexy Posen in seinen engen Hosen,
siehst Du im grenzenlosen Jubel die Menge toben.
Mit ‘nem Hüftschwung ist die große Show perfekt.
Dann fallen die ersten Reihen um: Dominoeffekt.

Doch ist’s in ihm nicht immer so wild.
Er hat vor Augen das Bild, dass er im Hausgarten grillt.
Herr Metal hat romantische Ziele,
doch er hat keine Chance auf die Liebe.

Refrain

Hobbymusiker

Ich hab kein Geld und keine Freizeit und ich habe keine Fans,
Ich hab nur ne Gitarre und ich habe eine Band.
Und immer wenn wir spielen, dann hast Du schon was vor.
Ich glaube ich beschreib‘s mit einem Wort:

Ich bin Hobbymusiker*in.

Das hier ist Singen in der Dusche, nicht Rock Im Stadtpark.
Hier steppt nicht der Bär, hier klopft der Nachbar.
Ja, ich stör‘ nicht mehr, Hand drauf!
Gut, ich hör‘ ja schon ganz auf.
Und such‘ im Netz nach Auftrittsmöglichkeiten.
Für drei Antworten reicht es tausend Mails zu schreiben.
Es gibt auch einige Anfragen.
Leider müssen wir die dann aus Zeitgründen absagen.
So bleibt uns nur noch unser schöner Proberaum.
Den müssen wir halt auch bald räumen wegen Wohnungsbau.
Warum uns kein Schwein kennt?
Wir sind ne Freizeitband.

R:

Ich schreibe meine Melodien, wenn ich frühs zur Arbeit geh‘, in meinem Kopf,
Ganz ohne Stift und Papier.
Was soll die ganze Debatte von Vereinbarkeit von Familie und Beruf?
Schließlich war das Hobby da, bevor Gott die Arbeit schuf.
Familie und Freunde und ein Haufen voll Arbeit.
Eine Vision gegen traurige Wahrheit.
Sie prägt meine Identität,
Doch Musik hat keine Priorität.

Mittelpunkt der Welt

Hab mir ‘ne Eigentumswohnung gekauft im Zentrum der Stadt.
Damit ick mittendrin bin und watt vom Leben hab.
Ditt Edeka ist nicht weit, hier ist immer watt los.
Und abends geh ick in ne Bar und morgens steh ick wieder auf.
Und sonntags geh ick shoppen, mir ma watt Neuet koofen.
Ach nee, ick muss ja selber malochen.

R: Ick bin der Mittelpunkt, der Mittelpunkt der Welt.
Hab mir n Häuschen in die Innenstadt jestellt.

Komm doch rinn, ditt is schön hier. Mein Flur is bunt.
Ick hab‘n Wellensittich und‘n Stubenhund.
Ick hab ditt Fenster uff, ditt is‘n bisschen laut grade.
Ditt is keen Meeresrauschen, ditt is die Hauptstraße.
Es ist abends, aber Licht durchflutet ditt off‘ne Fenster.
Ditt is der helle Schein des Shopping-Centers. Yeah!

R: Ick bin der Mittelpunkt, der Mittelpunkt der Welt.
Hab mir n Häuschen in die Innenstadt jestellt.

Hier will jeder wohnen. Es brummt ditt Jeschäft Vermietung.
Und meen Kiez ist seit der Restaurierung die beste Siedlung.
Ein Stadtportrait historischer Moderne.
Die Jebäude leuchten hell im Mondlicht der Laterne.
Man möchte hier wohnen und man möchte hier sterben.
Straßenbahnen, parkhausnahe Parkanlagen, Schlösser Und Järten.

R: Ick bin der Mittelpunkt, der Mittelpunkt der Welt.
Hab mir n Häuschen in die Innenstadt jestellt.

Ick jeh spazieren und ick kieke an die Wand.
Da is Grafitti dran. Da steht groß: Widerstand!
Is nur ‘n Wort hier, is schnell wegjewischt.
Is nur ‘n Wort hier. Wat bedeutet ditt?
Die Touristenkutschen fahren und ick hol mir ‘n Eis.
Ditt Viertel ergraut sauber, es kümmert mich ‘n Scheiß.

Wenn ick manchmal um den Landtag spaziere, dann
Stimmen dort Leute ihre Lieder an vom Widerstand.
Sie sehen wütend aus, sie fordern Freiräume.
Ick bin da anders. Ey, ick hab sojar drei Räume.
Von da aus jeh ick aus dem Zimmer und ick stell
Mich auf den Balkon, fühl mich wie der Mittelpunkt der Welt.

Refrain

Sie will nur mein Gehirn

Ich bin so verliebt, ich könnte tanzen vor Glück.
Ich gebe zu, irgendwie klingt das Ganze verrückt.
„Wieso?“ Na ja, es ist die Kombination:
Ich bin ein Mann und sie ist ein Zombie, „Ach so!“
Und das ist jetzt nicht irrelevant:
Sie findet mein Gehirn interessant.
Und will es manchmal schnell aufessen.
Ich muss mir dann ‘nen Helm aufsetzen.
Na ja, Beziehungen sind schwer.
Und was soll ich auch tun? Ich liebe sie so sehr!
Romantik ist man von ‘nem Zombie nicht gewohnt
Und manchmal gibt’s Probleme in der Kommunikation.

Bridge
Ich sag: „Ich liebe dich!“ Sie sagt: „Gehirn!“
„Liebst du mich?“ – „Gehirn!“
„Wollen wir uns gleich paaren?“ – „Gehirn!“
„Willst du mich heiraten?“ – „Gehirn!“

Refrain
Gehirn, Gehirn, Gehirn! – Sie will nur mein Gehirn!
Gehirn, Gehirn, Gehirn! – Sie will nur mein Gehirn!
Ich habe keine Angst, sie könnte mich verlassen,
Denn sie ist ein Zombie und sie möchte mich vernaschen.
Freunde sagen: „Mach Schluss, sonst endet’s wirklich schlimm!“
Ich tu das ab als Hirngespinst!

Ein Mensch und ein Zombie: Ich plan‘ die Kinder schon.
Ich glaub, das nennt man Inklusion.

Ich bin jetzt übrigens auch Leiter ihres Managements.
Sie ist Backup in ‘ner Metalband.
Neulich stellte ich sie erstmals meinen Eltern vor.
Ich gebe zu, den kam das etwas seltsam vor:
„Man, Papa!
Das ist die Liebe meines Lebens, die dich anknabbert.“
Doch insgesamt ist unser Leben nett:
Wir hören laut Musik, zahlen keine GEZ.
Die Leute rennen weg, wenn sie ‘nen Zombie in der Wohnung sehen.
Was bleibt ist das Kommunikationsproblem.

Bridge
Ich sag: „Ich liebe dich!“ Sie sagt: „Gehirn!“
„Liebst du mich?“ – „Gehirn!“
„Wollen wir uns gleich paaren?“ – „Gehirn!“
„Willst du mich heiraten?“ – „Gehirn!“

Refrain
Gehirn, Gehirn, Gehirn! – Sie will nur mein Gehirn!
Gehirn, Gehirn, Gehirn! – Sie will nur mein Gehirn!
Ich habe keine Angst, sie könnte mich verlassen,
Denn sie ist ein Zombie und sie möchte mich vernaschen.
Ach ja! Was ihr unbedingt noch wissen solltet:
Sie ist ein Star, sie hat im Fernsehen ‘ne Statistenrolle.

Bridge 2
Sie will nur mein Gehirn! – Mit Reis!
Sie will nur mein Gehirn! – Mit Reis!
Sie will nur mein Gehirn! – Mit Reis!
Sie will nur mein…

Refrain

Gehirn, Gehirn, Gehirn! – Sie will nur mein Gehirn!
Gehirn, Gehirn, Gehirn! – Sie will nur mein Gehirn!
Ich habe keine Angst, sie könnte mich verlassen,
Denn sie ist ein Zombie und sie möchte mich vernaschen.
Ein Lied wie mein Leben: Ein Ende ist abzusehen.
So, jetzt dürft ihr Eure Hände zum Klatschen nehmen.

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